ZVEH-Präsident Stefan Ehinger ruft dazu auf, das Tempo in der Energiewende hoch zu halten und macht Lust auf die Light + Building 2026.
Das Jahr ist zwar erst wenige Tage alt, doch die Erwartungen sind groß. Wenn 2026 die Trendwende für die Wirtschaft bringen soll, müssen endlich die entscheidenden Pflöcke eingeschlagen und auch die Sozialsysteme reformiert werden. Bislang jedenfalls hat der angekündigte „Herbst der Reformen“ nicht die erhoffte Wirkung gezeigt.
Zwar ist die Wirtschaftskrise noch nicht in größerem Ausmaß auf die E-Handwerke durchgeschlagen – der Geschäftsklimaindex zeigte bei der Herbstkonjunkturumfrage sogar einen leichten Anstieg –, doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stimmung auch in unserem Gewerk deutlich pessimistischer geworden ist. Zumal Chancen in Sachen „Energiewende“ vertan wurden, so zum Beispiel die Strompreissenkung für alle.
Einen Lichtblick liefert die Light + Building, die in zwei Monaten ihre Tore öffnen und einen Eindruck davon vermitteln wird, welches Potential Elektrifizierung und Digitalisierung entfesseln können. Was es dazu – neben den in überwältigender Zahl vorhandenen Lösungen und Systemen aus der E-Branche – braucht, liegt auf der Hand: Die Regierung muss, was die Klimaziele betrifft, Kurs halten und darf sich nicht von Rechtsaußen-Kräften vor sich hertreiben lassen. Denn: Der Klimawandel ist kein ideologisches Hirngespinst, sondern sehr real, wie jüngste Naturereignisse wie die Waldbrände in Kalifornien oder Hurrikan Melissa gezeigt haben. Insofern sollte die Entscheidung, Deutschland klimaneutral zu machen, nicht vom Parteibuch, sondern von der Vernunft bestimmt sein!
Umdenken beginnt im Kopf
Eine erfolgreiche Transformation braucht eine entschlossene Klimapolitik, die mithilfe klarer Rahmenbedingungen einen Zielkorridor vorgibt. Dazu braucht es vor allem eine klare CO2-Preispolitik. Denn die Zukunft ist elektrisch und digital. Wer weiter auf klimaschädliche fossile Brennstoffe setzt, sollte das auch am eigenen Geldbeutel spüren. Umdenken beginnt zwar im Kopf. Das Portemonnaie kann jedoch eine wichtige Entscheidungshilfe sein.
Die „Zutaten“ für eine erfolgreiche Klima-, Gebäude- und Mobilitätswende stehen, das zeigt der Blick auf die Weltleit- und die Regionalmessen, längst bereit: innovative Lösungen und intelligente Systeme. Fachkräfte, die das Know-how für das digitale Morgen und Erfahrungen im Umgang mit Zukunftstechnologien mitbringen und sich auf das Vernetzen hochkomplexer Systeme verstehen. Und Klimahandwerke, die ihre Kompetenzen und ihre Manpower bündeln, um Deutschland gemeinsam klimaneutral und digital zu machen.
Für die E-Handwerke wird 2026 ein richtungsweisendes Jahr. Denn neben der Light + Building laufen spannende Digitalprojekte mit e-handwerklicher Beteiligung, die zeigen: Unser Gewerk ist längst dabei, Zukunft aktiv mitzugestalten.
Ihr
Stefan Ehinger
ZVEH-Präsident
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